Jacques Biolley
Plastic surgery

Lipostruktur (Lipo-Filling)

Mit der Lipostruktur lassen sich bestimmte Gesichtsfalten durch die Transplantation körpereigener Fettzellen auffüllen und ausgleichen. Im Vergleich zu den Injektionen mit Hyaluronsäure bietet diese Behandlungsmethode den grossen Vorteil, dauerhaft anzuhalten. Zahlreiche Menschen entscheiden sich für diese Lösung, nachdem sie sich über längere Zeit mit resorbierbaren Produkten beholfen haben.

Zielsetzung des Eingriffs

Die Lipostruktur soll einem abgemagerten oder von ersten Alterserscheinungen gezeichneten Gesicht wieder Fülle verleihen, indem sie ihm dauerhaft seine Rundungen und Formen wiedergibt. Die auffüllende Wirkung zeigt sich nach 2 bis 3 Wochen, lässt sich aber erst 3 bis 6 Monate nach dem Eingriff vollständig beurteilen. Das Gesicht ist voll und erscheint jünger.

Der Eingriff

Die Lipostruktur wird unter Lokal- oder Vollnarkose vorgenommen. Die Entnahme und Reinjektion erfolgen in einem Eingriff. Der Chirurg markiert präzis die Entnahmeregion – an Bauch oder Oberschenkel – und macht dann mit einer sehr feinen Ansaugkanüle einen schmerzlosen Mikroeinschnitt. In einem Zentrifugierungsverfahren werden die Fettzellen isoliert und anschliessend die Mikrofettpartikel wieder eingespritzt. Die dabei verwendete Technik ermöglicht es den transplantierten Zellen, sich in die Empfängerzellschichten einzufügen.

Operationsfolgen und Risiken

Im Allgemeinen sind die postoperativen Folgen schmerzlos. Die Schwellung des Gewebes (Ödem) bildet sich in der Regel innerhalb von 5 bis 15 Tagen zurück, Blutergüsse (blaue Flecken) resorbieren innert 10 bis 20 Tagen. Echte Komplikationen sind selten. Am häufigsten ist die Überkorrektur. Der Chirurg injiziert tatsächlich eine übermässige Menge an Fett, weil rund 30% der eingespritzten Fettmenge vom Körper resorbiert werden. In sehr seltenen Fällen lässt sich das Übermass an Fett durch eine Mikro-Absaugung reduzieren.